Reisebericht Irland 2017

Im Jahr 2017 zog es uns auf die "grüne Insel". Hauptziel war ein Besuch bei Mortons Bruder Grobi, der mit seinen Zweibeinern zu der Zeit in der Nähe von Dublin lebte. Da seine Familie gerne mal in die Sonne fliegen wollte, haben wir das Schöne mit dem Praktischen verbunden und haben zur Erkundung des Landes Grobi einfach mit ins Schlepptau genommen und auf ihn aufgepasst.

Wir haben die Anreise nach Irland in zwei Etappen unterteilt. Die erste Etappe brachte uns von Wuppertal zunächst bis nach London. Für das Übersetzen nach England haben wir uns für den Eurotunnel entschieden. Wichtig für die Einreise nach England ist (nach Brexit evtl. neue Bedingungen), dass der Hund einen gültigen Tollwutschutz hat. Außerdem muss eine Wurmbehandlung durchgeführt werden, die nicht älter als 5 und nicht jünger als 2 Tage sein darf. Diese muss ebenfalls in den EU-Heimtierausweis eingetragen werden.

Das Einchecken des Hundes erfolgt bereits am Terminal des "le Shuttle" und hier gibt es auch die Möglichkeit, dass die Hunde sich noch einmal lösen können.

In London haben wir uns für das hundefreundliche "ibis London Greenwich Hotel" entschieden. In unmittelbarer Umgebung gibt es alles, was man für die Durchreise brauchen könnte: Restaurants und Bars, einen Supermarkt und den riesigen Greenwich Park. In fast allen "Royal Parks" der englischen Hauptstadt heißt es, bis auf in ausgewiesenen Wildgebieten, "Leinen los" für die Hunde und zu unserer Freude pflegten die meisten anderen Hundebesitzer einen sehr entspannten Umgang.

Nachdem Parkbesuch haben wir uns für eine Bootsfahrt auf der Themse entschieden, um ein paar Sehenswürdigkeiten ganz entspannt vom Wasser aus zu sehen. Zurück zum Hotel war zunächst ein schöner Fußmarsch geplant, aber es war an der Promenade teilweise so voll, dass es für uns und für Morton nicht wirklich schön war. So haben wir uns vom Wasser entfernt und trafen auf die passende Buslinie, die uns quasi direkt vor dem Hotel abgesetzt hat. Hunde fahren in London übrigens kostenfrei mit Bus und Bahn und auch ein Maulkorb o.ä. ist nicht erforderlich. 

Seid ihr in London mit dem Auto unterwegs, informiert euch im Vorfeld auch über die City-Maut (Congestion Charge), die ggf. fällig wird, je nachdem, wo ihr in London unterwegs seid. Wir haben uns mit Kennzeichen im Vorfeld registriert und eine AutoPay-Methode aktiviert. 

Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise fort. Wir steuerten den Fährhafen im walisischen Holyhead an, um mit der Fähre die rund 3,5 stündige Fahrt nach Dublin anzutreten. Hunde müssen während der Überfahrt im Auto auf dem Autodeck bleiben.

Um auf dieser Reiseetappe dennoch für etwas Bewegung bei Morton zu sorgen, haben wir noch einen Zwischenstop an der walisischen Küste eingelegt und einen ausgiebigen Spaziergang gemacht.

Die Überfahrt nach Dublin verlief unspektakulär und wir kamen am späten Abend im Hafen an.

Nun lagen noch ca. 45 Minuten Autofahrt vor uns, bis wir die Wahlheimat von Mortons Bruder Grobi erreichten.

Unser erster Morgen in Irland begann dann recht zeitig, da Grobis Familie gegen Mittag gen Süden aufbrechen sollte. So gab es eine kurze Einführung in die nähere Umgebung inkl. schöner Spaziergangsempfehlungen. Der Park des größten Landhauses Irlands (Castletown) hat für den täglichen (Hunde)Bedarf alles zu bieten: Wald, Wiesen, Wasser - was will Hund mehr. 

Am Nachmittag stand ein Strandbesuch ein paar Kilometer südlich von Dublin auf dem Programm. Am Strand von Brittas Bay hatten die irischen Brüder sehr viel Spaß.

Die nächsten Tage hielten wir uns erst einmal im Raum Dublin auf und erkundeten u.a. die irische Hauptstadt. Dabei wurde uns direkt bewusst, dass die Iren total hundevernarrt sind. Mit den beiden Irish Terriern wurden wir sehr häufig angesprochen. Allerdings hatte kaum jemand eine Ahnung, mit was für einer Rasse wir unterwegs sind - der Irish Terrier ist also in Irland eher unbekannt und wir sind auch keinem weiteren Rassevertreter begegnet.

So hundefreundlich die Iren auch sind, so schwer hat man es mit Hund auf der grünen Insel evtl. seinen Alltag zu bewältigen. Im Prinzip sind sie nirgendwo erwünscht. Dass man sie nicht mit in Restaurants nehmen kann (Außenbereich ist okay) ist noch zu verstehen, aber auch in Einkaufszentren, öffentlichen Verkehrsmitteln (auch nicht gesichert mit Maulkorb) usw. sind Hunde nicht erlaubt.

Auch bei der Wahl der Unterkunft sollte man dies berücksichtigen und sich schon bei der Buchung informieren. Ein "well behaved" Hund ist meist kein Problem, zwei Hunde gehen jedoch auf gar keinen Fall!

Unser erster wirklich geplanter Wanderausflug führte uns in die Wicklow Mountains. Rund um Laragh hatten wir uns eine rund 17 km lange Strecke ausgeguckt und die gut ausgeschilderten Wanderwege, die tolle Landschaft und das gute Wetter haben die Anstrengungen der Route schnell vergessen lassen.

Nach einem verdienten Ruhetag führte uns unser Weg in den Südwesten der grünen Insel zum Ring of Kerry.

Dort haben wir ein tolles Apartment in einem kleinen Cottage zwischen Castlecove und Caherdaniel bezogen.

Am Ring of Kerry gibt es unzählige Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen oder lustige Strandbesuche am Atlantik. Wir haben uns zum Start für eine Kombination aus beidem entschieden und so führte uns unsere rund 10 Kilometer lange Wanderung die ersten 2 Kilometer am Strand entlang.

Im weiteren Verlauf unserer Reise blieben wir dem County Kerry im Westen der grünen Insel treu, orientierten uns aber ein Stückchen weiter in Richtung Westen, um den Inch Beach zu besuchen.

 

Es stand keine geplante Wanderung auf dem Programm. Wir wollten einfach nur ein wenig am Strand die Seele baumeln lassen.

Womit wir im Vorfeld nicht gerechnet hatten war das tolle Wetter während unserer 10 Irland-Tage.

Wir waren auf alle möglichen Formen von Niederschlag und Wind von allen Seiten eingerichtet. Sonnenschutz und sommerliche Kleidung gehörten jedoch nicht zur Ausstattung der Zweibeiner.

Vom Inch Beach ging es zurück in Grobis Zuhause nach Celbridge vor den Toren der Hauptstadt. Für unseren letzten Tag haben wir uns noch einmal einen Ausflug in die Wicklow Mountains, genauer genommen nach Glendalough, vorgenommen. Hier erwanderten wir den Lower und den Upper Lake.

Am Abend dieses letzten Tages haben wir Grobis Zweibeiner wieder vom Flughafen abgeholt und uns gegenseitig über unsere Urlaubseindrücke vorgeschwärmt. Am darauf folgenden Tag hieß es Abschied nehmen und mit einem erneuten Zwischenstop in London, der die Reisestrapazen auf ein sehr erträgliches Maß reduziert, ging es zurück in die Heimat.

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...der Border Terrier Harry, der Irish Terrier Morton, Kathrin und Stephan aus Wuppertal.

 

 

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